Baltikum 2017

Nach einer ruhigen aber langen (27 Stunden) Fahrt mit einer kleinen LKW Fähre, sind wir bei gutem Wetter in Liepaja angekommen und nun gen Norden gestartet. Glücklicherweise trafen wir au der Fähre ein sehr nettes Pärchen aus Bayern, das auch mit dem Rad unterwegs war und zwar auf dem Weg zur eigenen Hochzeit auf Sameera, einer estnischen Insel. Ist das nicht eine romantische Geschichte.
Leider war die Straße am ersten Tag größtenteils superschlecht, so schafften wir nur 55km.
Dafür durften wir abends in Pavilosta einen wunderschönen Sonnenuntergang am Meer erleben.
Dienstag, 25.7. sind wir landeinwärts nach Kuldiga, einer mittelalterlichen Hansestadt, geradelt, leider mit Gegenwind. Haben aber einen wunderschönen Zeltplatz direkt am breitesten Wasserfall Europas (271 m, aber nur ca. 2m hoch,) gefunden. Da haben wir uns erst mal erfrischt.
Von Kuldiga fuhren wir nach Ventpils wieder ans Meer, aber es waren öde 60 km. Dafür war es dort umso schöner. Durch den Ölhafen ist da viel Geld und alles ist sehr ordentlich.
Am Hafen haben wir zu Abend gegessen, denn dort ist es ja immer spannend.
So war es insgesamt doch ein schöner Tag.
Am 27.7. fuhren wir früh los, denn eigentlich wollten wir es bis Kap Kolka schaffen. Aber dann verirrten wir uns ganz fürchterlich im Wald, die Straße danach war langweilig und zu allem Überfluss fing es dann auch noch zu regnen an. So haben wir uns in einem Guesthouse am Ende der Welt eingemietet und hoffen auf besseres Wetter morgen.
Fr., 28.7. Heute war ein schöner Tag, obwohl er mit so viel Regen anfing. Aber dann wurde das Wetter gut und wir konnten direkt am Strand entlang fahren, mit Rückenwind!

Nun sind wir auf einem kleinen Zeltplatz direkt am Meer und haben uns nett mit Lettenunterhalten. 
Mo, 30.7.. Wir sind schon in Riga. Auf dem Weg hierher fuhren wir durch urige kleine Orte mit verlassenen Häfen.
Ein paar Kilometer vor Riga kamen wir durch Jurmala, dem seaside Resort der Stadt mit vielen Menschen am Strand und schönen alten oder neuen Holzvillen.
Sehr nett war auch die Begegnung auf dem Campingplatz, bei der Stadt ms zwei ältere litauische Ehepaare zum Essen einluden und sic begeistert mit uns auf Englisch unterhalten haben.
Hier in Riga wohnen wir bei einem Motorradfahrer, der uns unterwegs ansprach und spontan einlud. Das ist der Vorteil beim Rad fahren, dass die Leute mit einem sprechen.
Riga ist toll, vor allem die zahlreichen Jugendstilhäuser.
Mo., 31.7., verließen wir Riga und besuchten auf dem Weg ein beeindruckendes Freilchtmuseum mit zahlreichen lettischen Bauernhäusern, Kirchen und Windmühlen.
Nach einigem Verfahren und den letzten 15 km auf der Autobahn ( das ist hier erlaubt), erreichten wir Sigulda, den Eingang zum Gauja Nationalpark. Als wir unser Zelt aufgebaut hatten, fing es an zu regnen.
In der Nacht war ein so heftiges Gewitter, dass wir beide richtig Angst hatten. Am nächsten Tag regnete es viel. Wir fuhren mit einer alten Fähre über die Gauja zu einem schönen Zeltplatz, wo wir sind na eine Hütte gönnten. Natürlich hörte der Regen auf, sobald wir in der Hütte saßen.
Heute haben wir dann die Burg in Cesi besichtigt und sind bei bestem Wetter auf schönen aber anstrengenden Wegen nach Valmiera geradelt.
Am 4.8. reisten wir nach Estland ein, völlig ohne irgendwelche Kontrolle, plötzlich war ,an im anderen Land. Obwohl wir nun östlicher sind, ist alles westlicher.
Die Straßen waren auch gleich viel besser und wir schafften gleich 117 km. Das war allerdings nicht geplant. Wir wollten bis Odipää, fanden da aber keinen Zeltplatz und fuhren lange herum, bis ins ein Este einlud, n seinem Wohnmobil im Garten zu übernachten. Das Wetter ist wechselhaft. Also nahmen wir die Einladung gern an.
Heute sind wir in Tartu, sehr hübsche Stadt, haben viel angeschaut und gut gegessen. Zelten jetzt auf einem Wohnmobilstellplatz am Fluss.
6./7.8. Wir sind am nördlichsten Punkt unserer Reise angekommen und wollen einen Ruhetag einlegen. Am Peipus See leben viele Altgläubige, eine Vertriebene Religionsgemeinschaft. Sie gehe Fischen und bauen Gemüse an, hauptsächlich Zwiebeln und Gurken.
Ein wunderschöner Weg führt am Ufer des Sees ( 5. größter See Europas ) entlang durch die Siedlungen der Altgläubigen, die ein sehr traditionelles Leben führen.
Hier haben wir ein nettes, ruhiges Zimmer mit Blick auf den See gemietet.
Auf den meisten Fotos sieht das Wetter ja super aus, in Realität ist es aber auch super wechselhaft und alle Nase lang kommt ein kräftiger Schauer runter , dass man sehen muss, wo man sich schnell unterstellen kann.
7.8.17 Heute haben wir einen Ruhetag eingelegt und nur einen kleinen Ausflug zu einem schönen Schloss gemacht. Das Wetter war auch eher mäßig.
Seid wir vom Peipus See los gefahren sind, ist das Wetter super. Wir waren beide Nächte auf sogenannten RMK Zeltplätzen, die sind meist an Seen und umsonst. Aber natürlich ohne Wifi.
Um dahin zu kommen, mussten wir mit einer alten Fähre über einen Fluss. Das war sehr lustig, denn Arne musste dem Fährmann helfen, denn es war ganz schön mühselig.
Letzte Nacht waren wir auf einem besonders schönen Platz an einem traumhaften See, was gut war, denn das Wetter war super und ziemlich heiß.
Nachdem die Zugfahrt am Freitag relativ gut geklappt hat, fanden wir im dunkeln den Zeltplatz nicht und haben in ein Hostel eingecheckt. Gut so, denn nachts hat es noch tüchtig geregnet. Und heute war dann Liepaja Tag.
Eigentlich gibt es nicht so viel zu tun hier, nur die große russische Kirche anschauen, ein Gefängnis Museum besichtigen und dann natürlich Strand ohne Ende. Aber das Wetter war nur mittelmäßig.
Jetzt warten wir auf die Fähre, die leider erst um 1 Uhr nachts betreten werden kann.
Dies ist also der letzte Eintrag von unserem wunderschönen Baltikum Urlaub.