Am 5.10. fuhren wir nach leckerem Frühstück im grau verhangenen Passau los. Das Wetter wurde aber immer besser und als wir in der berühmten Schlögener Schlinge, Weltnaturerbe , waren, schien die Sonne. Es war wunderschön, da die Herbstfärbung bereits eingesetzt hatte. Trotzdem waren die 110 km bis zu unseren warmshower Gastgebern in Linz, auch mit Stärkung - Linzer Torte natürlich  - lang, dafür der Abend umso informativer und hilfreicher. Barbara und Andreas zeigten uns Ihre Fotos von Südostasien und gaben uns gute Tipps.
Am nächsten Tag ging es ein wenig autobahnmäßig nach Grein an der Donau. Wir passierten Gebiete, in denen 2002 bei einem großen Hochwasser die Häuser bis Mitte zweiter Stock überschwemmt waren, weshalb nun große Dämme gebaut wurden. Insgesamt fahren erstaunlich wenige Schiffe auf der Donau, Kreuzfahrt Zeit ist wohl vorbei und für den Frachtverkehr scheint dieser Fluss auch nicht viel genutzt zu werden.
An den nächsten Tagen regnete es leider, was sehr schade war, denn die Wachau ist besonders hübsch, viele Berge, Wein- und Obstanbau. Wir kamen auch bei dem berühmten Stift Melk vorbei, wo es von amerikanischen Touristen nur so wimmelte. Es war trotzdem schön, zumal es genau da trocken war.
Wir schliefen die Nacht in dem kleinen Ort Spitz n einer sehr günstigen Unterkunft . Abends gingen wir noch über einen kleinen Berg, oben war eine Gedenktafel, die an einen Angriff der Schweden erinnerte. Hättet ihr geglaubt, dass die so weit in den Süden vorgedrungen sind? Danach waren wir beim "Heuriger"bei einem Weinbauern, sehr urtümlich, nur mit Einheimischen , ein tolles Erlebnis. Da wird der Wein vom letzten Jahr das erste Mal ausgeschenkt und eine kalte Brotzeit dazu gereicht.
Am nächsten Tag regnete es wieder in Strömen. Schade, denn wir fuhren durch eine wunderschöne Gegend mit süßen Dörfern und vielen Weinbergen. In Krems entschieden wir uns dann mit dem Zug nach Wien zu fahren, so hatten wir dann auch einen halben Tag mehr in dieser spannenden Stadt.
In der Stadt war der Bär los, so viele Menschen. Wir gingen erst mal stilgerecht ins Café Central, wo schon jede Menge wichtiger Leute verweilt haben. Obwohl es megateuer war, stand eine Schlange von Menschen an um einen Platz zu ergattern ( please wait to be seated ). Es war es aber wert!
Wir hatten das Glück in der sehr netten WG von Lene wohnen zu dürfen, so hatten wir noch mal das " Studentenleben-Gefühl" zu genießen. Wir durften sogar in ihrem tollen Hochbett schlafen. Super!
Am nächsten Tag erkundeten wir Wien, eine wirklich schöne Stadt und gingen ins Museum , ich nach Leopold Museum ( Kunst) und Arne nach Technische Museum. Abends waren wir in einem ganz kleinen Theater in der Nähe von Lenes Wohnung, aber da waren leider mehr Schauspieler als Zuschauer, es war trotzdem toll.
Am letzten Tag in Wien gingen wir zum Prater, der übrigens nur zu einem ganz kleinen Teil ein Vergnügungspark ist ne ansonsten ein schöner Park. Es erinnerte nach an Tivoli, war ganz amüsant. Dann ging es durch den Nationalpark Donau Auen nach Hainburg, wo das Hotel leider nicht so toll war. Das Wetter auch nicht, aber wir haben es überlebt. Na dann ab nach Bratislava!