Als wir am 17.9. wieder nach Deutschland kamen, haben wir uns sehr gefreut. Endlich konnte Arne sich ein Buch kaufen und wir verstanden die Leute wieder. Bei Basel fuhren wir über die Grenze in die Schweiz. Leider regnete es in Strömen und wir sahen nicht viel von der Stadt. Die folgende Strecke war auch sehr merkwürdig, denn wir pendelten ständig zwischen der Schweiz und Deutschland hin und her. Da es so sehr regnete, suchten wir uns früh ein Hotel und fanden Schloss Beuggen (Foto), ein evangelisches Bildungswerk, sehr schön am Rhein gelegen. Witzigerweise hörte der Regen auf, als wir unser Zimmer bezogen. Egal, es war einfach super.
Weiter ging es am Rhein entlang, sehr gut ausgeschildert, bei wechselhaftem Wetter. Wir erreichten Schaffhausen und besichtigten die Rheinfälle. Es war sehr lustig Japaner mit ihren Selfiestangen zu beobachten. Es wurde Nachmittag und wir mussten einen Platz zum Zelten finden. Wichtig war, dass wir nicht in der Schweiz landeten, denn das war viel zu teuer. Wir zelteten schließlich auf einem Wohnmobilplatz im Rheinuferpark bei Gailingen. Das war die lustigste Nacht die, die ich erlebte. Denn alle Viertelstunde läuteten vier verschiedene Kirchen, zwei auf der Schweizer Seite, zwei auf der Deutschen.
Nun wurde es aber wirklich herbstlich. Nass kalt und nebelverhangenen der nächste Morgen. Arne kam zum Frühstück gar nicht aus dem Zelt. Wir wollten aber trotzdem weiter, denn heute sollten wir Mattis wiedersehen.
Auf dem Weg nach Konstanz Kamen wir durch Stein am Rhein, ein entzückendes Städtchen, wo man aber auf keinen Fall ein Eis kaufen sollte, viel zu teuer. Am Bodensee entlang durch schöne Schweizer Landschaft fuhren wir nach Konstanz. Mattis zeigte uns stolz die Stadt und seine Uni. Er fühlt sich sehr wohl dort. Abends gingen wir ans Hörnle, einen Park am Bodensee, wo es viele Sportmöglichkeiten gibt. Ich habe sogar noch gebadet, denn das Wetter war spätsommerlich warm. Mattis spielt dort gerne Schach. Wir blieben zwei Tage und dann ging's weiter.
Wir fuhren nach Waldburg und besuchten meine Schwester und ihre Familie. Dort fühlten wir uns wie zu Hause und genossen es verwöhnt zu werden. Am Freitag machten wir eine schöne Wanderung in der Schweiz. Aber unsere Radfahrer Beine waren nicht an Berg steigen gewöhnt, darum bekamen wir Muskelkater. Es war aber trotzdem ein wunderschöner Tag. Dann hieß es Abschied nehmen und weiter fahren. Wir radelten nach Mindelheim zu einer sehr netten warmshower Familie.
Von nun an wollten wir nicht mehr Zelten, weil es kalt ist und früh dunkel wird. Also sind wir jeden Abend auf der Suche nach einem guten Quartier.  Zum Glück waren die nächsten Nächte gerettet. Erst bei Matthias und seiner Familie in Augsburg (super Luxus Unterkunft), dann bei Nina und Jörg in Ingolstadt, sehr lebhaft mit den beiden kleinen Mäusen. Ich habe es sehr genossen meine Enkelkinder zu sehen. Justus ließ Arne gar nicht mehr aus den Augen. Nach drei Tagen fuhren wir weiter.
Ab Ingolstadt fuhren wir endlich die Donau entlang. Das Wetter war super, nur leider hatten wir die ganze Zeit Gegenwind. So war die Strecke bis Donaustauf in (100 km) sehr anstrengend. Aber bei Moni und Hartmut wurden wir super versorgt. Am nächsten Morgen besichtigten wir die alte Burg. Es war herrlich.
Letzte Station in Deutschland war Passau, wo in bei Freunden von Hartmut und Moni unterkamen, sehr nett, wenn auch ganz oben auf dem Berg (puh). Passau war sehr interessant, vor allem, wenn man sich die ganze Altstadt unter Wasser vorstellt.