Am 21.10. sind wir nach Kroatien eingereist. Wir dachten, dass es schwierig wird, da wir vorher so viel von den Flüchtlingsströmen in Kroatien gehört hatten, aber da war nichts los. Pass zeigen, ernst gucken, Schlagbaum auf und rüber.
Aber sie Grenze war echt krass gesichert, das hätte ich nicht gedacht, so wie früher zwischen Ost und West.
Die Straßen waren wie ausgestorben, die Dörfer sehr ärmlich, alles hatte einen morbiden Charme. In den Gärten wurde das letzte Gemüse geerntet oder geschlachtet. Die Hauptstraßen waren aber in top Zustand.
Dann kamen wir nach Osijek, der viertgrößten Stadt in Kroatien, machte aber auch einen verschlafenen Eindruck, wunderschöne alte Häuser, aber sehr herunter gekommen.
Beim Stadtrundgang entdeckten wir viele Häuser, die noch Kriegsschäden aufwiesen. Das war schon ein merkwürdiges Gefühl.
Am nächsten Tag kamen wir bei diesem Skulpturen Park in Osijek vorbei, sehr lustig und sehr kreativ.
Weiter ging es bei recht gutem Wetter nach Vukovar, wo im Krieg auch heftig gekämpft wurde. Dieser Wasserturm wurde 1991 zerschossen und steht jetzt zur Erinnerung an die tapferen Kämpfer und als Mahnmal gegen den Krieg am Ortsausgang.
Einige Kilometer weiter begegneten wir den ersten Flüchtlingen. Sie wurden mit Bussen von der serbischen Grenze dorthin gebracht um dann in besseren Bussen weiter nach Slowenien gebracht zu werden.
Offensichtlich waren sie ein paar Tage zuvor zu Fuß dort längs gegangen, wie man am Müll neben der Straße sehen konnte.
Wir sind nun in Ilok, der letzten kroatischen Stadt vor der Grenze, in der kleinen Pension Masarini, deren Besitzer sehr gut deutsch spricht, und gleich geht's weiter.