Also, am 19.11. sind wir nun völlig problemlos, obwohl Arne sein ausreisepapier verloren hatte, eingereist. Dann haben wir erst mal einen Minibus nach Hpa An genommen ( sorry Tom ! ), um die Berge und die schlechte , enge Straße zu vermeiden. War auch richtig so. Es ist alles deutlich anders hier, viel ärmer und rückständiger.
In unserem Hotel, das eher sehr einfach ist, aber die Auswahl ist hier nicht so groß, trafen wir drei Deutsche, die gerade zum Baden fahren wollten, da sind wir natürlich gleich mit gefahren, denn es ist sehr heiß hier. Auf dem Bild ist übrigens der Pool, der nur für die Männer ist, weil da eine Buddhafigur angrenzt. Gemein, oder.
Als wir heute früh aus dem Hotel kamen, war dort gerade eine Parade oder Prozession von Schülern anlässlich des Buddha Tages. Genaueres war schwer zu erfahren, hier sprechen nicht so viele Leute englisch, aber es sah sehr schön aus.
Unser Hotel bot einen ganztägigen Ausflug zu sehenswerten Höhlen mit Buddhas an. Es war beeindruckend! So viele Buddhas an einem Tag!
Außerdem sahen wir viele Menschen bei der Arbeit. Es ist erstaunlich,wie rückständig das Land noch ist. Unter einfachsten Bedingungen wurde die Betonstraße zur Höhle gebaut, die Arbeiter, oft auch junge Mädchen, müssen schwere Eimer schleppen und sind barfuß.
Auf den Feldern sieht es nicht anders aus. Endlich haben wir mal einen Ochsenkarren gesehen, für uns romantisch, für die arbeitenden Menschen mühselig.
Mit dem Rad kommen wir auch oft in Orte, wo sonst keine Touristen sind. Ich gehe dann gern auf den Markt und schaue, was es so gibt und will neue Sachen ausprobieren. Als ich die Frauen mit Zeichen fragte, was dies wohl sei, lachten sie.
Dann erklärten sie mir, dass das Betelnüsse sind, deren Kern hier viele Menschen kauen ( hat leicht euphorisierende Wirkung) und wovon alle rote, schlechte Zähne bekommen. Voll ekelig ist das ewige Ausspucken auf die Straße, sieht aus wie Blutflecken. Aber jedenfalls haben wir Frauen viel gelacht.
Nächste Attraktion war der " Golden Rock", eines der wichtigsten Heiligtümer der Burmesen. Täglich bis zu 10000 Pilger! Allein das war der Besuch wert. Ne dann die Fahrt dorthin, hinten auf einem Laster, mit engen Sitzbänken, Ca. 60 Leute, eine enge Bergstraße kamikazeartig längssausen, wie Achterbahn, nur in echt.
Jetzt (24.11.) sind wir in Bago, einer unglaublich lauten ne schmutzigen Stadt. Die Touristen kommen hier eher nur als Tagesgäste. Unser Hotelwirt ist sehr bemüht und wird uns heute mit dem Roller zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten fahre. Gestern waren wir auf dem Markt, immer wieder spannend.
Anschließend gab es noch eine kleine Nachtführung zu zwei schönen Buddhastatuen und einer Art Volksfest im Tempel, wo wir auch wieder die einzigen "Falangs" waren. Sehr lustig. Und das alles, wo wirsch schon 108km auf dem Rad geschafft hatten.
Von Bago sind wir mit dem Nachtbus zum Inle See gefahren, wo wir natürlich einen ( leider sehr touristischen) Ausflug auf den See gemacht haben und die berühmten Einbeinfischer sahen.
Mittags stoppten wir in Indein, einem Dorf, wo es ganz viele kleinere alte Pagoden gab. Es war wunderschön anzusehen.
Dann hätten wir noch das Glück genau  zum Novembervollmond hier in der Gegend zu sein, wo zahlreiche Feste stattfinden, wie zum Beispiel das Heißluftballon Festival in Taunggiy. Die basteln die Ballons selber und bestücken sie mit Feuerwerk. Wenn die Ballons in die Luft steigen, geht das dann los. ( wenn sie mal nicht richtig hoch kommen, haben die Leute in der Nähe ein Problem). 
Noch spannender aber war der Jahrmarkt nebenan, denn die einfachen Holz-Riesenräder wurden mit Manpower angetrieben. Es war so faszinierend, wie nach dem Pfiff ca. 12 jungen Männer wie kleine Affen nach oben kletterten und dann mit waghalsigen Manövern das Rad in irrwitzigen Schwung brachten. Ich konnte mich nicht satt sehen. Leider habe ich mich nicht rein getraut.
Hier in Kalaw ( die Briten nutzten den Ort damals als Luftkurort) ist es recht erholsam und wir machten eine schöne Wanderung.
Und auch hier fand an beiden Abenden ein Lichterfest statt, wo die Bevölkerung in ihren wunderhübschen Trachten und mit selbstgebastelten Laternen durch die Straßen zogen. Die Männer tanzten wild zu eigener Trommelmusik und trugen schwere Bambushölzer, die später auf dem Festplatz angezündet wurden.
Die Radtour von Kalaw nach Mandalay dauerte doch nur zwei Tage, weil wir das letzte Stück auf dem Highway geschummelt haben und mit einem ( übervollen ) Tuk Tuk gefahren sind. Der erste Tag ging durch ländliche Gegend, wo alle am arbeiten waren. Als wir zuschauten, wurde ich eingeladen doch mal mitzuhelfen, zur großen Freude der Burmesen.
Der zweite Tag ging durch hohe Berge, zum Glück waren wir ja schon oben und durften runter fahren, aber selbst das war sehr anstrengend, mir zitterten nachher die Arme und Hände vom vielen Bremsen. Es war eine sehr beeindruckende Landschaft. Nun sind wir in Mandalay.
Hier in Mandalay gibt es viel zu sehen. Dieses ist ein altes Teakkloster, das früher auf dem Palastgelände stand, vom König aber versetzt wurde und deshalb den Brand 1945 überstanden hat. Es ist über und über mit Schnitzereien von Nats ( Geistern ) bedeckt.
Am Fuße des Mandalay Hills steht die Pagoden mit dem größten Buch der Welt, über 700 kleine Pagoden mit marmorsteinen, in die die Lehre Buddhas eingraviert wurden.
Wir besuchten auch die berühmte U Bein Brücke in Amarapura, aber leider regnete es diesen Tag, da war die Stimmung nicht so schön wie in den Reiseführern.
Fr., 4.12. fuhren wir mit einem guten bis in die Berge des Shanstaates, was auch schon ein Erlebnis war, denn für die 208 km brauchten wir 6,5 Stunden. Hispaw war ganz hübsch, kühl und klein. Ich bin morgens früh wieder durch die Straßen gelaufen und habe den Handel, der hier häufig auch direkt vom Rollerladen aus statt fand, beobachtet. Eigentlich wollte ich auch wandern, habe aber den Weg nicht gefunden, also haben wir mehr das Leben in dem Dorf entdeckt. ( siehe Lieblingsbilder)
Der eigentliche Grund, warum wir hier her gefahren sind, war ja auch die Eisenbahnfahrt zurück nach Mandalay, die über ein berühmtes Viadukt, das die Engländer um 1900 bauen ließen, führt. Also stiegen wir am 6.12. um 9.45 voller Erwartung in den Zug.
Es war eine abenteuerliche Fährt im Schneckentempo, für ungefähr 140 km brauchten wir 8 Stunden. Der Zug ruckelte so sehr über die maroden Gleise, dass wir mehrmals befürchteten, dass er gleich rausspringt. Leider kann man das Viadukt aus dem Zug nicht so gut aufnehmen, aber es war wirklich toll, wahnsinnig hoch über einer wunderschönen Schlucht.
Tief unten im Tal sah man noch die alte Brücke.
Da der Zug in Pyin Oo Lwin eine knapp zweistündige Pause einlegte, beschlossen wir die restlichen 60 km nach Mandalay mit dem Tuk Tuk zu fahren. Nach dem Foto stiegen noch 8 Leute ein und 3 große Säcke mit Bohnen wurden in die Mitte gelegt. 
Wir brauchten  zwei Tage von Mandalay nach Bagan, denn es waren knapp 200 km, aber wieder eine sehr abwechslungsreiche Strecke mit viel Landwirtschaft, kleinen Dörfern und freundlichen Menschen.
Besonders spannend waren wieder die mittelalterlichen Methoden in der Landwirtschaft. Wasserbüffel hatten wir bisher noch nicht in Aktion gesehen.
Bagan war dann mehr als fantastisch. Die erste Nacht waren wir zwar in einem sehr lauten Hotel, aber sie Tage verbrachten wir auf em Rad in dem Areal der 3000 Pagoden und Tempel.
Die Sonnenuntergänge waren leider nicht so toll, aber am zweiten Morgen habe ich mich um 5 Uhr auf den Weg gemacht m den Sonnenaufgang von einer der höchsten Pagoden zu erleben und es hat sich gelohnt! Später stiegen auch noch 13 Heißluftballons auf und verschönerten das Bild.
Nachdem wir den Tag auch noch in vielen Tempeln verbracht hatten, führen wir mit dem nachtbus nach Yangon, wo wir am nach,ital die Shwedagon Pagode besichtigten, das größte Heiligtum der Burmesen. Es war wirklich beeindruckend so viel Gold in der Nachmittagsonne glänzen zu sehen, aber es machte auch viel saß all die Menschen dort zu beobachten. Junge Studenten buhlen um die Touristen um ihr englisch auszuprobieren . Ich hatte zwei entzückende junge Damen, die mir die Geschichte der Löwen erzählten.
Zuvor hatten wir noch en sehr verstörendes Erlebnis. Wir waren in unserem Hostel im Zimmer, um uns ein wenig auszuruhen, als wir Sprechchöre auf der Straße hörten. Erst dachte ich mir nichts dabei, nach einer Weile  aber ging ich mal gucken und  traute meinen Augen nicht. Zahlreiche Männer schlugen sich im Rhythmus die Rücken blutig. Ich erinnerte mich, dass ich da mal was von einem religiösen Ritual gehört hatte und googelte schnell. Es ist das Ende von einer 10tägigen Trauerzeit der Schiiten, die ihrem Märtyrer Hussein gedenken. Es wa wirklich gruselig das so nah mitzuerleben.
Am Sonntag, 13.12. reisten wir mit der Eisenbahn nach Mawlawyine, 270 km und n 10 Stunden. Dort besuchten wir am nächsten Tag den größten liegenden Buddha Myanmars, in den man auch rein gehen konnte um nachgebaute Szenen aus Buddhas Leben zu betrachten.
Besonders schön war es am Nachmittag am Fluss, wo wir Tee tranken. Auch unser Hotel bot Flussblick und wir liebten es die Ankunft der Fähre zu beobachten.
Dann kam auch schon unser letzter Radfahrtag in Myanmar (930 km insgesamt), der sehr schön war. Da Arne sich verfahren hat, mussten wir mit einer kleinen Fähre übersetzen.
Jessica und Benjamin hatten uns noch den Tipp gegeben bei diesem abgelegenen Kloster anzuhalten, sehr spannend.
Dann waren wir wieder in Hpa An, wo wir sind unsere Myanmar Rundreise auch begonnen hatten und am allerletzten Tag stieg ich noch auf den Zwe Gabin Mountain, ein Karstberg mit Pagode oben drauf, sehr steil, 3000 Stufen rauf und  3000 Stufen wieder runter. Fragt mich mal, wie doll mein Muskelkater heute ist! Arne hat auf dieses Erlebnis lieber verzichtet.
Krönender Abschluss unserer vier Wochen in Myanmar war dann der Sonnenuntergang an der Pagode. Wir hatten eine wunderbare Zeit, fühlten nach immer absolut sicher auch und haben wahnsinnig viel erlebt. Und: " it's all about the people!" Die Menschen sind so offen und und freundlich. Danke, Myanmar!