In den Niederlanden waren wir nur vier Tage, vom 10.8. bis 13.8. abends. Dort haben uns die Radwege besonders gut gefallen. Sie sind qualitativ sehr gut, breit und abseits der Straße geführt. Außerdem gut ausgeschildert. Man fühlt sich wie ein König. Jeder fährt hier Rad, groß und klein, mit den verschiedensten Modellen, gern auch mit E-Bike und das ohne schlechtes Gewissen!
Es gab natürlich viel Wasser. Oft fuhren wir auf dem Deich oder an Gräben entlang. In den Städten gab es dann niedliche Brücken und kleine Schleusen, halt wie man sich Holland vorstellt. Wir hatten viel Glück mit dem Wetter und nicht den befürchteten Gegenwind von Westen. Manchmal war es sogar zu heiß und dann fehlten mir wieder die Bademöglichkeiten. Aber dazu ist eine Reise ja auch gut: sich darüber klar zu werden, wie schön man es zu Hause hat.
Wir hatten von den drei Übernachtungen in den Niederlanden zwei warmshower Gastgeber, was super schön war, da man mal Wäsche waschen konnte, leckeres Essen bekam und vor allem tolle Tipps und Informationen erhielt. Manchmal schläft man im Haus, manchmal zeltet man im Garten, wie hier bei Maria und Sjaart in Utrecht. Die hatten so viel Obst und Gemüse, lecker. Es ist unglaublich, was manche Leute erlebt haben und vor allem auch, was ältere Menschen noch leisten. Wir waren sehr beeindruckt von unseren Gastgebern und hoffen, dass wir im Alter auch noch so fit sind.
Am letzten Tag in Holland haben wir uns dann leider doch noch etwas verfahren. Es war ein total heißer Tag und wir wollten von Utrecht nach Hoek van Holland, wo um 22 Uhr die Fähre nach England ablegen sollte. Wir landeten in Delf, sehr schöne Stadt, aber von da kamen wir nach Rotterdam und das war ein großer Umweg zur Fähre. Ich war total fertig, als wir schließlich ankamen, dass ich fast im Sitzen einschlief, als Arne noch Proviant zum Abendessen holte. Aber nach der Dusche in unserer schönen Kabine ging es wieder und ich konnte das heftige Gewitter gemütlich vom Sessel aus beobachten. Außerdem trafen wir nette Engländer, die uns eine gute Route nach Cambridge verrieten und uns sogar noch ein Stück begleiteten.