Am 8.2. sind wir wieder nach Thailand eingereist. Was für ein krasser Unterschied! Alles ist viel grüner und es gibt keine baufälligen Hütten mehr am Straßenrand. In Kambodscha gibt es kaum Bäume und die Felder sind vertrocknet, aber Thailand hat noch viele Wälder. Wir waren aber irgendwie kaputt, so dass wir schon nach 48 km in dieses tolle Guesthouse eincheckten. Nobel!
Am nächsten Tag war die Fahrt nach Chanthaburi sehr leicht, da es die meiste Zeit bei Rückenwind bergab ging. Wir schoben durch die historische Chinatown, wo aufgrund des Neujahrsfestes nichts los war und suchten ein günstiges Hotel.
Nachdem wir eingecheckt hatten, gingen wir in einer typischen Straßenküche Pad Thai, ein lokales Nudelgericht, essen.
Am 10.2. sind wir ans Meer gefahren, waren von Chanthaburi nur gut 20 km und haben Leam Sing, einen völlig untouristischen Ort gefunden, wo kaum Leute sind. Wir hörten, dass es nur am Wochenende voll ist, wenn die Bangkoker kommen. Da gibt es einen großen Strand, völlig leer, und einen kleinen Geheimstrand, der normalerweise auch leer ist, aber nun waren gerade die Pfadfinder da, war auch nett zu beobachten.
Am 12.2. fuhren wir 80 km nach Trat, eine Provinzstadt, die entweder als Zwischenstopp auf dem Weg nach Kambodscha genommen wird, oder als Startpunkt für einen Ausflug auf eine der Inseln, was für uns zutrifft.
Als wir spätnachmittags am Markt waren, trafen wir diese Schulmädchen, die offensichtlich sehr froh über das Ende des Schultages waren. Morgen fahren wir auf die Insel Koh Kood und wissen nicht, wie gut das Internet da ist. Also erst mal bis später.
Mit der Überfahrt nach Koh Kood klappte es prima, aber dann waren wir auf der falschen Seite und die Berge waren sehr steil. Wir waren ziemlich kaputt, als wir endlich bei unserem Hotel ankamen.
Aber das Hotel ist eigentlich ganz schön, so neu, dass es auf noch keiner Karte drauf ist, ziemlich abgelegen, aber mit unseren Rädern machte das ja nix. Halt Jungle Resort.
Auch der Pool war sehr groß und erfrischend und das Frühstücksbüffet reichhaltig.
Die Landschaft und die Strände sind sehr schön. Am ersten Tag machten wir einen Schnorcheltrip, aber wir sind von Fiji noch so verwöhnt, dass wir es nur mittelmäßig fanden. Obwohl es schön war!
Dann gibt es in der Nähe einen richtig schönen Wasserfall mit Pool, der auch in dem Film " Türkisch für Anfänger" vorkam.
Abends fuhren wir dann mit dem Rad n den Ort und haben irgendwo schön gegessen, einmal sogar richtig leckeren Fisch. Morgen geht es wieder aufs Festland und Richtung Bangkok. Also die schönsten Tage sind gezählt .
Nach einer Nacht in Trat landeten wir wieder in Laem Sing. Unterwegs hatten wir den zweiten Platten auf dieser Reise, aber Arne konnte den Schaden schnell beheben. Wir genossen den Fischereihafen und den Strand.
Der weitere Weg an der Küste entlang war wunderschön und supergut ausgebaut für Radfahrer. Wir radelten 85 km bis Laem Mae Phim, was sich als toller Badeort entpuppte.
Darum blieben wir noch einen extra Tag, denn es war einfach herrlich in den warmen Wellen zu baden und abends gab es sehr leckere Fischgerichte. Bangkok ist nur noch drei Tage entfernt, zu früh dürfen wir da auch nicht ankommen, denn das wird sicher stressig.
Unser letzter Fahrradtage führte uns nach Pattaya, 78km meist Autobahn, gut zum abgewöhnen. Als wir diesen Thailänder trafen, hatte.er bereits 2,5 Stunden Training hinter sich. Hier fährt man nur als Sport Rad.
Von Pattaya selbst sahen wir nicht so viel. Nur die vollen Straßen, an denen viel gebaut wurde, den vollen Strand, an dem viel gelebt wurde und die vollen Gassen, an denen viel massiert und getrunken wurde.
Selfie am Beach!
Mit dem Zug ging es nach Bangkok, wo Arne ein zentrales Hotel in Bahnhofsnähe fand.
Als wir bei Turkish Airways umbuchen wollten, stellte sich heraus, dass Mittwoch der günstigste Tarif war. Also blieb uns nur ein Tag für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Den Königspalast machte Arne noch mit, aber Wat Pho musste ich allein anschauen. Dabei waren das meiner Ansicht nach die beeindruckendsten Bauwerke unserer Reise ( leider auch die vollsten).
Also, nun geht es heim, irgendwie auch gut, denn die Speicherkarte im Hirn ist voll!
Es war wunderbar und wir sind dankbar, dass wir das erleben durften.
Bevor wir im Flugzeug saßen, war es absolut chaotisch. Erst durften wir nicht mit der Flughafenbahn fahren, obwohl es uns am Vortag zugesichert worden war und dann wollten die Einwickler unsere Fahrräder nicht mit Plastikfolie einpacken, so mussten wir da auch noch schnell was organisieren. Aber dann war der Flug sehr entspannt, aber lang, 10 Stunden. Und dann noch mal 3 nach Hamburg.
Am Samstag, 27.2., kamen wir dann wieder glücklich in Lübeck an und wurden sehr herzlich von unseren afghanischen Mietern empfangen. Das Haus war in top Zustand und wir müssen nur noch unsere Sachen wieder einräumen und uns einleben.