Nun sind wir also in Thailand, Chiang Mai, eine Stadt m Norden. Mit dem Flug hat es super geklappt, denn wir haben sofort mit Thai Smile den Anschlussflug von Bangkok bekommen. Am ersten Abend waren wir gleich auf der " Walking Street", einem interessanten Straßenmarkt mit Kunsthandwerk und gutem Essen.
Am nächsten Tag entdeckten wir die Stadt. Es gibt so viele Tempel hier, und Touristen, und Roller und Autos, dass man kaum über die Straße kommt.
Nachmittags fuhren wir mit dem Rad herum, ist fast einfacher, als zu Fuß, da man sich auf der Straße in die Masse der Roller einreihen kann. Wir fuhren bis zum Fluss, wo wir einen Fischer beobacheten.
Dann besichtigten wir weitere Tempel, von denen manche schon von Pflanzen durchdrungen waren.
In einem fand gerade eine buddhistische Zeremonie mit vielen jungen Mönchen statt, sehr beeindruckend.
Abends gönnten wir uns eine Massage und ein Essen in einer Thai Garküche, lecker und nur 2€. Mal sehen, ob unser Magen das auch gut fand. ( Spätere Bemerkung, war alles gut, hat nur ein wenig gegrummelt).
Am nächsten Tag machten wir eine kleine Radtour einen Berg hinauf (11km) zu einem berühmten Tempel. Da konnten wir schon mal einen kleinen Vorgeschmack bekommen wie es ist, in der Hitze Berge rauf zu fahren. Wobei es ein eher kühler Tag war und die Sonne nicht schien. 
Später hat es sogar geregnet, und zwar nicht wenig, aber am nächsten Tag schien die Sonne wieder.
Am letzten Tag in Chiang Mai habe ich einen Kochkurs mitgemacht, bei dem wir erst gemeinsam auf den Markt gingen und dann lecker kochten. Mal sehen, ob ich das zu Hause dann noch kann.
Die ersten zwei richtigen Fahrradtage liegen hinter uns und wir sind in Pai, einer Backpacker Hochburg im Norden in den Bergen. Der erste Tag war noch flach und auf großen Straßen. Leider ist das Kartenmaterial schlecht und mit dem iPad ist es auch nicht so einfach herauszufinden, was für Orte kommen und vor allem, wie bergig es ist. Straßen gibt es eh nicht so viele.
So sieht es n den kleinen Straßen aus, leider fahren wir da nicht oft. Gestern wurde die Hauptstraße obendrein noch gerade neu gemacht, das bedeutete kilometerlang durch Staubwolken radeln. 
Heute am 9.11. bin ich durch wunderschöne Landschaft gefahren und habe viele Menschen bei der Arbeit gesehen. Leider war es auch wieder sehr bergig, aber irgendwie gewöhne ich mich allmählich daran. Arne geht es immer noch nicht so gut, also musste er mit dem Bus fahren.
Oben auf der Passhöhe war ich ganz schön fertig, aber danach ging es 11 km bergab nach Soppong, einem unbedeutenden Bergdorf mit einem wunderschönen Hotel am Fluss, in dem wir jetzt zwei Tage wohnen. Man denkt, man schläft mitten im Urwald. Herrlich. Ich habe auch schon im Fluss gebadet.
Am Ruhetag machten wir eine Tour mit einem Einheimischen, der uns in abgelegene Bergdörfer fuhr. Wunderschöne Landschaft, Wetter sehr wechselhaft, nachmittags kamen sogar tropische Regengüsse und Gewitter.
Hier m Norden thailändischen in den Karstbergen gibt es viele Höhlen. Eine erkundeten wir gestern mit eigenem Guide mit Laterne und zeitweise auf einem Bambusfloß. Sehr spannend und sehr dunkel.
Weiterfahrt nach Mae Hong Son ( wenn ihr googeln wollt, da gibt es einen berühmten Loop, den man aber besser mit Motorrad machen sollte). Sehr schöner Nachtmarkt am See mit Tempeln im Hintergrund.
Dort leihen wir uns zur Abwechslung mal eine Roller aus und fahren damit ein bisschen herum. Ruhetag!
Wir besuchen ein Bergvolk, die Karen, bei denen die Frauen ab der Kindheit ihre Hälse mit Messingringen verlängern. Das möchte ich nicht täglich umhaben ( habe es ausprobiert), das schränkt die Bewegungsfreiheit sehr ein.
Das Nette, wenn man mit dem Rad fährt, sind die Begegnungen mit der Bevölkerung. Mitten in der Einsamkeit hatte dieser alte Mann ein kleines Restaurant. Er hat für uns was gekocht und konnte sogar etwas englisch, dass er uns um Beispiel vom Attentat in Paris erzählte. Und dann lief klassische Musik in seinem Unterstand. Herrlich.
Im nächsten Ort erlebten wir am Morgen das Ende vomBuddhafest. Alle Welt war schon vor Sonnenaufgang auf den Beinen, hörte reden, betete ( naja, nicht genau, aber es sieht so aus) und dann bekamen die Mönche besonders viele Geschenken.
Heute, 17.11., sind wir mit einem Sangthaew die 250 km durch wilde Bergwelt nach Mae Sot gefahren. Eine kluge Entscheidung, denn der Weg war teilweise sehr steil und in schlechtem Zustand. Außerdem gab es kaum Unterkünfte. In Mae Sot ist es leider deutlich heißer als in den Bergen. Morgen machen wir einen Ausflug in einen Nationalpark.
Die letzte Nacht in Thailand verbringen wir im schönsten Gästehaus des Nordens: Picture Book Guesthouse in Mae Sot. Ein soziales Projekt, das jungen Flüchtlingen aus Burma eine Ausbildung gibt. 
(www.picturebookthailand.org) 
Gestern hatten wir noch mal einen Roller ausgeliehen und sind zu einem Wasserfall gefahren, um uns zu erfrischen, sehr nett. In einem alternativen Cafe in der Stadt trafen wir Tom aus Holland, der auf einer großen Radtour vor 17 Jahren hier hängen geblieben ist und uns super Tipps für die Weiterfahrt geben konnte. Dann kann ja nichts mehr schiefgehen.