Montag, 12.10., reisten wir nach Ungarn ein, eigentlich merkte man den ganzen Unterschied erst kaum. Nette Dörfer, etwas verkommen, aber dann Györ, wo wir ein Hotel nahmen, super in Schuss und viele Geschäfte.
Das war der Blick aus unsere, Hotelzimmer. Am nächsten Tag war das Wetter leider nicht mehr so gut und obendrein fanden wir nicht so gut aus der Stadt. Dafür kamen wir dann aber bei der folgenden Behausung vorbei.
Die Wege waren nun auch nicht mehr so gut, aber interessant, denn man kam durch abgelegene Dörfer bei denen gefühlt jedes zweite Haus einen kleffenden Hund hatte.
Wir schliefen dann in Tata, wo der gesamte Marktplatz eine Baustelle war, da mit EU Geldern gerade alles neu gemacht wird. Das Hotel war ganz ok und am nächsten Morgen beobachteten wir die Fischer beim Einholen ihres Fanges.
Da es so doll regnete, fuhren wir mit dem Zug, sehr komfortabel auch für Radfahrer, nach Budapest, wo,wir erst mal stundenlang herumirrten, bis wir schließlich ein nettes Hostel in einem Wohnhaus im dritten Stock fanden.
Die Stadt ist wirklich einmalig, so bombastische Bauten, so viele Sehenswürdigkeiten, wir waren beim ersten Spaziergang schon erschlagen. Drum bleiben wir einfach länger - unser Hostel ist wirklich gut - und machen alles in Ruhe. Die Budapester Burg war am ersten Tag dran.
Am Abend fuhren wir noch mal mit dem Rad beide Seiten der Donau ab um die Gebäude mit Beleuchtung zu sehen, wunderschön, obwohl es nieselte.
Heute, 17.10.,haben wir eine schöne Radtour durch Budapest gemacht. Manchmal hat sogar die Sonne geschienen.
Die Margariteninsel mitten in der Donau hat uns besonders gut gefallen mit ihren Park- und Sportanlagen.
Ich wusste vorher gar nicht, dass Budapest so viel Thermalbäder hat, hier ist das berühmte Bad im Volksgarten zu sehen.
Am Schluss war ich noch mal oben bei der Zitadelle und hatte einen super Ausblick über die ganze Stadt. Arne war lieber zum Mittagsschlaf ins Hostel gegangen, na da hat er was versäumt.
Sonntag 18.10. fuhren wir weiter den Eurovelo 6, so wir ihn denn fanden, was erst nicht so einfach war. Aber das Wetter war gut und die Stimmung auch.
Mittags hatten wir Glück und fanden einen kleinen Bäcker, wo wir diese Köstlichkeiten für 1,33€ kaufen konnten ( okay, der Kuchen war nicht ganz frisch, aber hungrige Radfahrer essen alles).
Heute sah es dann leider so aus! Zum Glück wartete in Baja nach 96km ein warmes Hotelzimmer auf uns. Nun sind es auch nur noch gut 40km bis zur kroatischen Grenze. Unser Hotelier sagte, dass wir dort kaum Flüchtlinge sehen werden, die sind eher 100km weiter.
Immer auf dem Deich entlang, hier jedenfalls ohne Regen. Schöne Natur, überhaupt keine Leute und schon gar keine Radfahrer!
Allgemein ist Ungarn deutlich ärmer als die Länder zuvor, aber an vielen Stellen, besonders auch entlang des Eurovelo 6 erkennt man die Vorteile der EU, die hier tüchtig investiert hat, oder dabei ist.
Letzter Ort in Ungarn ist Boly, dicht an der kroatischen Grenze. Hier herrscht schon etwas mediterranes Klima, wovon wir allerdings nichts merken. Hier wird viel Wein angebaut und diese Häuser sind kleine Weinkellereien, denn dahinter haben die Leute ein paar Reihen Weinstöcke.
Heut am 21.10. fahren wir rüber nach Kroatien.